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Windows Memory Diagnostic

Windows Memory Diagnostic überprüft den RAM-Speicher Ihres Computers auf Fehler. Die Diagnose beinhaltet eine umfassende Auswahl an Speichertests. Wenn bei der Ausführung von Windows Probleme auftauchen, können Sie mit der Diagnose feststellen, ob das Problem durch Hardwarefehler verursacht wird, z. B. RAM-Speicher oder Speichersystem des Motherboards. Windows Memory Diagnostic soll schnell und einfach sein. Auf den meisten Konfigurationen können Sie in weniger als 30 Minuten die Diagnose downloaden, die Dokumentation lesen, und den ersten Test starten und abschließen.

Um Windows Memory Diagnostic zu starten, starten Sie den Computer neu, während sich die Diskette oder CD-ROM im Laufwerk befindet, auf dem Windows Memory Diagnostic installiert ist. Nach dem Neustart wird Windows Memory Diagnostic geladen und es erscheint die Benutzeroberfläche. Nach dem Laden startet der erste Testlauf mit einer Standardtestsuite. Er wird bis zum Ende fortgesetzt, wenn die Windows Memory Diagnostic nicht angehalten oder beendet wird. Wenn der erste Testlauf abgeschlossen ist, beginnt ein zweiter Testlauf mit denselben Einstellungen wie zuvor. Die Testdurchläufe werden fortgesetzt, bis Windows Memory Diagnostic beendet wird.

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Windows Memory Diagnostic-Benutzerhandbuch

Dieses Benutzerhandbuch gibt notwendige Informationen und schrittweise Anleitungen zur Verwendung von Windows Memory Diagnostic.

Bitte lesen Sie die Informationen und Anleitungen dieses Handbuchs, bevor Sie Windows Memory Diagnostic verwenden.


Schnellstartinformationen

Windows Memory Diagnostic ausführen

  • Windows Memory Diagnostic-Resultate verstehen

Probleme behandeln mittels Windows Memory Diagnostic

  • Ausgefallene Speicherkomponenten von Hand identifizieren

Anhang

Systemanforderungen

Windows Memory Diagnostic-Benutzeroberfläche

  • Optionen
  • Menüoptionen

Testsuite auswählen

So funktioniert Windows Memory Diagnostic

Speichertests

Speicherfehlerarten

Beispiellaufzeiten

Glossar



Schnellstartinformationen

Wichtig

  • Die Benutzeroberfläche von Windows Memory Diagnostic ist zurzeit nur auf Englisch erhältlich. Sie können das Windows Memory Diagnostic-Programm aber auf Computern ausführen, die nicht auf Englisch konfiguriert sind.
  • Der Computer muss über ein 3,5-Zoll-Diskettenlaufwerk oder CD-ROM-Laufwerk verfügen, um Windows Memory Diagnostic auszuführen.
  • Es wird empfohlen, das Benutzerhandbuch der Windows Memory Diagnostic auszudrucken, so dass es als Referenz während der Benutzung verfügbar ist. Während der Ausführung der Windows Memory Diagnostic kann auf diese Datei nicht zugegriffen werden.
  • Microsoft schätzt Ihr Feedback zur Windows Memory Diagnostic. Bitte teilen Sie uns nach Verwenden der Windows Memory Diagnostic Ihre Meinung mit und füllen Sie einen kurzen Fragebogen aus, den Sie unter Microsoft-Website finden.(http://www.hwdev.org/memory/survey.aspx)

Windows Memory Diagnostic überprüft den RAM-Speicher Ihres Computers auf Fehler. Wenn bei der Ausführung von Windows Probleme auftauchen, können Sie mit der Diagnose feststellen, ob das Problem durch fehlerhafte Hardware verursacht wird, z. B. RAM-Speicher oder Speichersystem des Motherboards. Wenn Fehler berichtet werden, ist mindestens eine Speicherkomponente fehlerhaft.

Sie müssen zuerst eine 3,5-Zoll-Diskette oder eine CD-ROM einrichten, um Windows Memory Diagnostic ausführen zu können.

  1. Wechseln Sie in das Verzeichnis, in dem die ausführbare Datei der Windows Memory Diagnostic mtinst.exe gespeichert ist.
  2. Doppelklicken Sie mtinst.exe, um das Windows Memory Diagnostic-Setup zu starten. Wenn Sie mtinst.exe ausführen, wird je nach Sicherheitseinstellungen das Dialogfeld Dateidownload angezeigt. Wenn es erscheint, klicken Sie auf Öffnen, um das Windows Memory Diagnostic-Setup zu starten. Es können u. U. noch weitere Sicherheitsdialog angezeigt werden. Dies kann z. B. dann vorkommen, wenn Sie Windows-Speicherdiagnose von einem UNC-Ordner installieren möchten. Die Dialogfelder haben mit den Sicherheitseinstellungen zu tun und stammen nicht von Windows Memory Diagnostic. Wenn bei der Installation von Windows Memory Diagnostic Probleme auftreten, stellen Sie sicher, dass Sie mtinst.exe vom lokalen Computer ausführen, oder überprüfen Sie die Sicherheitseinstellungen und die Dokumentation in Windows.
  3. Führen Sie eines der folgenden Szenarien durch:
    • Klicken Sie auf Startdiskette erstellen, um Windows Memory Diagnostic auf einer Diskette zu installieren.
      1. Wählen Sie das Diskettenlaufwerk aus der Liste aus.
      2. Legen Sie eine formatierte Diskette in das Laufwerk ein und klicken Sie auf Erstellen. Wenn die Installation beendet ist, wird das Dialogfeld Erfolg angezeigt.
    • Oder klicken Sie auf CD-Abbild auf Festplatte speichern, falls Sie eine CD zum Starten Ihres Computers erstellen möchten.
      1. Wählen Sie den Speicherort für das ISO 9660-Abbild aus und klicken Sie auf Speichern. Wenn die Datei gespeichert wurde, wird das Dialogfeld Erfolg angezeigt.
      2. Weitere Informationen zum Erstellen von startfähigen CDs erhalten Sie im Hinweis am Ende dieses Abschnitts.
  4. Führen Sie einen Neustart mit dem Datenträger durch, auf dem Windows Memory Diagnostic installiert ist (entweder im Disketten- oder im CD-ROM-Laufwerk).

    Wichtig
    • In der Startreihenfolge muss das Laufwerk mit dem Windows Memory Diagnostic-Datenträger höher als alle anderen Geräte mit startfähigen Programmen stehen, z. B. über der Festplatte, auf der Windows installiert ist. Sie können die Startreihenfolge in den BIOS-Einstellungen konfigurieren. Auf den meisten Computern enthält die standardmäßige Startreihenfolge das Diskettenlaufwerk. Weitere Informationen zum Konfigurieren der Startreihenfolge finden Sie in der Dokumentation des Motherboards.

Hinweis

  • Wenn Sie eine startfähige CD erstellen möchten, benötigen Sie Zusatzsoftware, um die CD aus dem ISO 9660-Abbild (windiag.iso) herzustellen. Zum Erstellen der CD aus dem Abbild können Sie das Hilfsprogramm CDburn.exe verwenden, welches Teil des Windows Server 2003 Resource Kit ist. Anweisungen zum Downloaden und Installieren dieser Tools finde Sie auf der Microsoft-Website (http://www.microsoft.com/). Anweisungen zur Verwendung von cdburn.exe sind im Downloadpaket enthalten. Außerdem benötigen Sie ein CD-ROM-Laufwerk zum Schreiben von CDs. Diese werden normalerweise CD-R- oder CD-RW-Laufwerke genannt. Darüber hinaus muss das CD-ROM-Laufwerk startfähige CD-ROMs unterstützen. Schauen Sie in der Dokumentation nach weiteren Informationen über Ihr CD-ROM-Laufwerk.

Windows Memory Diagnostic ausführen

Wichtig

  • Entfernen Sie nach Verwendung die Windows Memory Diagnostic-Diskette oder -CD aus dem Laufwerk, damit nach dem Neustart nicht die Speicherdiagnose, sondern Windows ausgeführt wird.

Nachdem Sie die Diskette oder CD-ROM erstellt haben, müssen Sie den Computer neu starten. Der Datenträger, auf dem Windows Memory Diagnostic installiert ist, muss sich im Laufwerk befinden. Nach dem Neustart wird Windows Memory Diagnostic geladen und es erscheint die Benutzeroberfläche. Nach dem Laden startet der erste Testlauf mit einer Standardtestsuite und wird bis zum Ende fortgesetzt, außer wenn Windows Memory Diagnostic angehalten oder beendet wird. Wenn der erste Testlauf abgeschlossen ist, beginnt ein zweiter Testlauf mit denselben Einstellungen wie zuvor. Die Testdurchläufe werden fortgesetzt, bis Windows Memory Diagnostic beendet wird.


Ergebnisse der Windows Memory Diagnostic verstehen

Wenn Windows Memory Diagnostic den ersten Durchlauf fehlerfrei beendet, ist der RAM-Speicher wahrscheinlich in Ordnung. Es ist unwahrscheinlich, dass bei weiteren Durchläufen von Windows Memory Diagnostic mit denselben Einstellungen RAM-Speicherfehler gefunden werden. Wenn Sie den RAM-Speicher gründlicher testen möchten, können Sie die erweiterte Testsuite ausführen. Drücken Sie T, während Windows Memory Diagnostic ausgeführt wird. Sie sollten Windows Memory Diagnostic in diesem Fall über Nacht laufen lassen. Wenn Sie die Testsuite oder Einstellungen von Windows Memory Diagnostic ändern, beginnt der Testlauf von vorn.

Wenn Windows Memory Diagnostic einen Fehler im RAM-Speicher entdeckt, werden Informationen über den Fehler am Bildschirm angezeigt. Wenn das Ergebnis "Failed" anzeigt wird, deutet das an, dass der betreffende Test einen Fehler gefunden hat. Wenn alle Tests fehlschlagen, ist die Hardware fehlerhaft.

Wenn Windows Memory Diagnostic einen Fehler in der Hardware entdeckt, sollten Sie ihn beheben und Windows Memory Diagnostic solange ausführen, bis kein Fehler angezeigt wird, und erst dann Windows erneut ausführen. Sonst könnte es sein, dass Windows nicht einwandfrei funktioniert. Sie können versuchen, die betreffende fehlerhafte Speicherkomponente zu finden. Wenn aber eine Garantie für den Computer besteht, wird empfohlen, sich zur Problembehandlung an den Hersteller zu wenden.


Probleme behandeln mittels Windows Memory Diagnostic

Bei manchen Hardwarekonfigurationen kann Windows Memory Diagnostic die betreffende fehlerhafte Speicherkomponente finden. Wenn Windows Memory Diagnostic alle Fehler in einem oder mehreren Speichermodule findet, ist die Option View errors by memory module im Menü verfügbar. Mit dieser Option können Sie bestimmen, welche Speichermodule Fehler haben und entfernt oder ersetzt werden müssen. Falls die Option nicht verfügbar ist, können Sie die fehlerhafte Speicherkomponente wie folgt suchen.


Ausgefallene Speicherkomponenten von Hand identifizieren

Um eine fehlerhafte Speicherkomponente von Hand zu finden, öffnen Sie das Gehäuse des Computers. Sie arbeiten an empfindlicher Hardware, die bei der Arbeit beschädigt werden kann. Wenn Sie keine Erfahrung im Arbeiten mit Hardware haben oder nicht riskieren möchten, dass die Hardware beschädigt wird, können Sie trotzdem den RAM-Speicher mit Windows Memory Diagnostic testen. In diesem Fall wenden Sie sich an Dritte, die an der eigentlichen Hardware arbeiten. Falls keine Garantie für den Computer besteht oder Sie genügend Erfahrung im Umgang mit empfindlicher Hardware haben, können Sie versuchen, die fehlerhafte Hardware zu finden. Lesen Sie die folgenden Empfehlungen und Richtlinien, bevor Sie an der Hardware arbeiten:

  • Lesen Sie die Dokumentation für die gesamte relevante Hardware, einschließlich Motherboard, RAM-Speicher und Computergehäuse.
  • Wenn eine Komponente "übertaktet" ist (d. h. die Taktgeschwindigkeit über den Standardwerten liegt), setzen Sie sie auf die Standardwerte zurück und führen Sie Windows Memory Diagnostic erneut aus.
  • Sorgen Sie für Erdung, bevor Sie interne Hardwarekomponenten berühren, z. B. das Motherboard oder die RAM-Bausteine. Durch die Erdung verliert der Körper seine elektrostatische Ladung. Tragen Sie zum Erden antistatische Armbänder oder führen Sie folgendes durch:
    1. Schalten Sie den Computer aus.
    2. Berühren Sie mit der Hand eine Metallstelle des Computergehäuses, an der sich keine Farbe befindet.
    3. Stellen Sie sich hin, gehen Sie nicht umher (denn dadurch kann elektrostatische Ladung entstehen). Falls Sie nach der Erdung umhergehen müssen, wiederholen Sie den Erdungsvorgang wie beschrieben.

Wenn Sie nicht wissen, wieviele Speicherbausteine in Ihren Computer eingebaut sind, stellen Sie anhand der Motherboarddokumentation fest, wo sich die Speicherbänke befinden. Öffnen Sie dann das Gehäuse, suchen Sie die Speicherbänke und zählen Sie die Speichermodule. Wenn Sie die Anzahl der Speichermodule ermittelt haben, können Sie anhand der folgenden Prozeduren die Quelle des Hardwareproblems ausfindig machen.

Versuchen Sie zuerst, die Speichermodule neu einzusetzen. Laut Microsoft-Studien wird so bei einem Drittel der Desktopsysteme und einem Viertel der der Laptopsysteme das Problem behoben.

So setzen Sie die Speicherbausteine neu ein

  1. Führen Sie eines der folgenden Szenarien durch:
    • Wenn Sie die Option View errors by memory module verwendet haben und Windows Memory Diagnostic das/die fehlerhaften Speichermodul(e) finden konnte, entfernen Sie das/die Modul(e). Merken Sie sich die Speicherbänke der betreffenden Speicherbausteine.
    • Andernfalls entfernen Sie alle Speicherbausteine aus den Bänken auf dem Motherboard. Merken Sie sich die Speicherbänke der betreffenden Speicherbausteine.
  2. Entfernen Sie vorsichtig Staub und Schmutz von den Speicherbänken auf dem Motherboard.
  3. Setzen Sie die Speicherbausteine wieder fest in die ursprünglichen Bänke auf dem Motherboard ein.
  4. Führen Sie Windows Memory Diagnostic erneut aus.

Wenn nach dem Neueinsetzen aller Speichermodule immer noch Fehler von Windows Memory Diagnostic gefunden werden, können Sie mit der folgenden Prozedur feststellen, welche Komponente fehlerhaft ist.

So behandeln Sie Fehler an einem Computer mit nur einem Speicherbaustein

  1. Besorgen Sie einen einwandfrei funktionierenden Speicherbaustein.
  2. Ersetzen Sie den Speicherbaustein aus dem Computer durch den einwandfrei funktionierenden.
  3. Führen Sie Windows Memory Diagnostic erneut aus und führen Sie dann einen der folgenden Schritte durch:
    • Wenn Windows Memory Diagnostic keinen Fehler meldet, können Sie schließen, dass der ursprüngliche Speicherbaustein fehlerhaft ist.
    • Wenn Windows Memory Diagnostic Fehler meldet, könnte das Motherboard fehlerhaft sein. Wenden Sie sich an den Motherboardhersteller.

So behandeln Sie Fehler an einem Computer mit mehr als einem Speicherbaustein

  1. Entfernen Sie alle Speicherbausteine bis auf einen.
  2. Führen Sie Windows Memory Diagnostic erneut aus und führen Sie dann einen der folgenden Schritte durch:
    • Wenn keine Fehler gemeldet werden, entfernen Sie den aktuellen Speicherbaustein und nehmen Sie einen von den Speicherbausteinen, die Sie zuvor entfernt haben.
    • Wenn Fehler gemeldet werden, entfernen Sie den aktuellen Speicherbaustein und trennen Sie ihn von den anderen Speicherbausteinen.
  3. Fügen Sie einen neuen Speicherbaustein aus der Menge der noch nicht getesteten Bausteine hinzu.
  4. Führen Sie Windows Memory Diagnostic erneut aus.
  5. Wiederholen Sie diese Prozedur, bis alle Speicherbausteine getestet sind.

Hinweise

  • Auf Computern mit langsamem Diskettenlaufwerk benötigt Windows Memory Diagnostic u. U. längere Zeit zum Laden und Starten des Tests. Der Ladevorgang wird durch Punkte (.) hinter der Meldung Loading angezeigt. Die Meldung erscheint nach dem Start von Windows Memory Diagnostic.
  • Wenn Windows Memory Diagnostic bei allen Speicherbausteinen Fehler meldet, könnte das Motherboard fehlerhaft sein. Wenden Sie sich an den Motherboardhersteller.
  • Achten Sie darauf, dass Windows Memory Diagnostic u. U. Probleme des RAM-Speichers oder anderer Hardware nicht erkennen kann. Wenn Windows Memory Diagnostic keine Fehler meldet, heißt dies nicht, dass die Hardware einwandfrei funktioniert.
  • Während Tests, bei denen der Cache des Prozessor ausgeschaltet ist, kann es zu einer Zeitverzögerung zwischen einem Tastendruck und der Antwort von Windows Memory Diagnostic kommen.

    Zur Bestätigung der Testgenauigkeit wurde Microsoft Windows Memory Diagnostic mit mehr als 70 verschiedenen Motherboards, Chipsätzen und RAM-Speicherkombinationen getestet.

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Anhang

Systemanforderungen

Windows Memory Diagnostic unterstützt x86-Computer mit den folgenden Prozessoren:

  • Intel - Pentium- oder Celeron-Familie
  • AMD - K6, Athlon- oder Duron-Familie
  • Prozessoren, die mit den oben genannten kompatibel sind

Sie können alle Arten von RAM-Speicher testen, die mit x86-Computer mit den unterstützten Prozessoren funktionieren. Wenn Sie ECC-RAM-Speicher haben, kann Windows Memory Diagnostic u. U. Fehler nicht melden, weil der EEC-Mechanismus Fehler automatisch erkennt und korrigiert. Es kann trotzdem von Nutzen sein, wenn Sie Windows Memory Diagnostic bei ECC-RAM-Speicher ausführen, denn es können u. U. Fehler entdeckt werden, die vom EEC-RAM-Speicher nicht korrigiert werden (was auf ein RAM-Speicherproblem hinweist).

Windows Memory Diagnostic ist auf den Test der ersten 4 Gigabytes (GB) des RAM-Speichers begrenzt. Wenn Sie mehr als 4 GB RAM-Speicher haben, wird der Speicher oberhalb der ersten 4 GB nicht von Windows Memory Diagnostic überprüft.

Windows Memory Diagnostic-Benutzeroberfläche

Während der Ausführung der Windows Memory Diagnostic sehen Sie die Benutzeroberfläche. Diese ist in fünft Abschnitte unterteilt:

  • Das Menü oben auf dem Bildschirm bietet Zugriff auf Konfigurationsoptionen.
  • Im oberen Bildschirmabschnitt (unter den Menüoptionen) werden Informationen über den Test und Fortschrittsanzeigen über den Testlauf, den aktuellen Test und den Speicherbereich angezeigt.
  • In der linken Hälfte des mittleren Bildschirmabschnitts wird eine Zusammenfassung der Ergebnisse der letzten Tests und Testdurchläufe angezeigt.
  • In der rechten Hälfte des mittleren Bildschirmabschnitts befindet sich die Systemspeicherzuordnung und es wird der Bereich der momentan getesteten Speicherstellen angezeigt.
  • Im unteren Bildschirmabschnitt wird ein Zusammenfassung der Fehler angezeigt. Wenn Fehler gefunden werden, dann werden Daten dazu angezeigt. Anderenfalls wird eine Standardmeldung angezeigt, dass keine Fehler gefunden wurden.

Optionen

In dieser Tabelle werden die im oberen Bildschirmabschnitt verfügbaren Optionen beschrieben, ja nach Status von Windows Memory Diagnostic.

Option Beschreibung
(P) Pause Hält Windows Memory Diagnostic an. Sie müssen Windows Memory Diagnostic anhalten, um Zugang zu weitere Menüoptionen zu haben.
(X) Exit Beendet Windows Memory Diagnostic sofort und starten den Computer neu. Sie müssen Windows Memory Diagnostic aus dem Disketten- oder CD-ROM-Laufwerk entfernen, um die Windows neu zu starten.
(T) Run extended tests Startet eine erweiterte Testsuite. Diese Testsammlung überprüft den RAM-Speicher gründlicher und die Ausführung dauert länger. Die Menüoption ist nur verfügbar, wenn die Standardtests ausgeführt werden.
(T) Run standard tests Startet die Standardtestsuite. Die Menüoption ist nur verfügbar, wenn eine andere als die Standardtestsuite ausgeführt wird.
(C) Resume Hierdurch kehrt Windows Memory Diagnostic vom Haltezustand zurück. Der Test wird fortgesetzt. Die Option ist nur verfügbar, wenn Windows Memory Diagnostic angehalten wurde.
(M) Menu Stellt erweiterte Konfigurationsoptionen zur Verfügung. Die Option ist nur verfügbar, wenn Windows Memory Diagnostic angehalten wurde.
(Tab/Arrow keys) Navigate Mit der Tabulatortaste können Sie sich über den Bildschirm von Windows Memory bewegen. Mit den Pfeiltasten können Sie sich in bestimmten Bildschirmbereichen durch die Daten bewegen und diese überprüfen.

Menüoptionen

Für die folgenden Menüoptionen auf dem Hauptbildschirm drücken Sie P, um Windows Memory Diagnostic anzuhalten und dann M für Menü. Die Verfügbarkeit von Menüoptionen hängt davon ob, ob Fehler entdeckt wurden und ob Systeminformationen für Windows Memory Diagnostic verfügbar sind.

Option Beschreibung
View errors by memory module Zeigt Fehler an, sortiert nach Speicherbausteinen, in denen Fehler aufgetreten sind. Mit dieser Option können Sie den betreffende fehlerhaften Speicherbaustein finden. Diese Option ist nur verfügbar, wenn Speicherfehler gefunden werden und auf einen bestimmten Speicherbaustein zurückgeführt werden können.
View errors by test Zeigt Fehler an, sortiert nach Test, in dem er entdeckt wurde. Die Option ist nur verfügbar, wenn Speicherfehler entdeckt wurden.
View system information Zeigt Informationen über die im Computer installierten Speichermodule an, wie etwa Bausteintyp, Modulhersteller und Bank, wo das Modul auf dem Motherboard installiert ist. Der Umfang der angezeigten Informationen hängt vom Speichermodul ab. Die Option ist nur verfügbar, wenn Systeminformationen gefunden wurden.
Advanced options Zeigt die folgenden erweiterten Konfigurationsoptionen an:
  • Change cache settings. Sie können auswählen, ob bei Ausführung der Tests für die ausgewählte Suite der Prozessorcache ein- oder ausgeschaltet ist. Wenn Sie den Cache ausschalten, wird gründlicher getestet und die Testdauer erhöht.
  • Change the memory map. Sie können auswählen, ob anstelle der Standardspeicherzuordnung die erweiterte Speicherzuordnung verwendet wird. Wenn Sie die erweiterte Speicherzuordnung verwendet, wird gründlicher getestet und jeder Test dauert etwa doppelt so lang.
  • Change the test suite. Sie können zwischen einfacher, Standard- und erweiterter Testsuite auswählen. Sie können auch eine Auswahl aus allen verfügbaren Test treffen und die Testsuite anpassen.
About Windows Memory Diagnostic Zeigt Versionsinformationen für Windows Memory Diagnostic an.

Testsuite auswählen

Normalerweise startet die Standardtestsuite beim Start von Windows Memory Diagnostic. Wenn Sie die Testsuite wechseln möchten, können Sie die erweiterte Testsuite auswählen, indem Sie die Taste T drücken, während Windows-Speicherdiagnose ausgeführt wird. Außer der Standardtestsuite und der erweiterten Testsuite können Sie auch die einfache Testsuite auswählen oder eine benutzerdefinierte Testsuite erstellen. Gehen Sie in das Menü Advanced Options (wie oben in der "Menüoptionen"-Tabelle beschrieben) und wählen Sie Change the test suite, um eine andere als die Standardtestsuite oder erweiterte Testsuite auszuwählen. Dadurch erhalten Sie weitere Informationen und Optionen zur Suitekonfigurierung.


So funktioniert Windows Memory Diagnostic

Zum Testen von RAM-Speicher führt Windows Memory Diagnostic einen Testdurchlauf aus, der aus allen Test der aktuell ausgewählten Testsuite besteht. Während der Ausführung von Windows Memory Diagnostic wird der Fortschritt des Testdurchlaufs, des einzelnen Test und der Speicheradressbereich, der momentan getestet wird, angezeigt. Nachdem der erste Testlauf abgeschlossen ist, beginnt ein zweiter Testlauf mit derselben Menge an Tests. Die Testdurchgänge werden wiederholt, bis Sie Windows Memory Diagnostic beenden oder die Testsuite ändern. Normalerweise wird die Standardsuite ausgeführt.

Wenn Windows Memory Diagnostic den ersten Durchlauf mit der Standardtestsuite ausführt und ohne Fehler beendet, ist der RAM-Speicher wahrscheinlich in Ordnung. Es ist unwahrscheinlich, dass bei weiteren Durchläufen mit denselben Einstellungen Windows Memory Diagnostic Fehler im RAM-Speicher findet. Wenn Sie den RAM-Speicher gründlicher testen möchten, können Sie die erweiterte Testsuite über Nacht ausführen. Sie können auch eine benutzerdefinierte Testsuite erstellen oder mit Advanced Options die Testkonfiguration ändern.

Wenn Windows Memory Diagnostic Fehler im Speichersystem entdeckt, sollten Sie die Fehler beheben und Windows Memory Diagnostic erneut und ohne Fehler ausführen, bevor Sie Windows erneut ausführen. Sonst könnte es sein, dass Windows nicht einwandfrei funktioniert. Das Speichersystem besteht aus mehreren Komponenten, wie etwa den einzelnen Speichermodulen, den Speicherbänken auf dem Motherboard, dem Chipsatz auf dem Motherboard, dem Mikroprozessor und dem Mikroprozessorcache. Manchmal sind die Speichermodule nicht einwandfrei in die Speicherbänke auf dem Motherboard eingebaut, wodurch Speicherfehler verursacht werden, obwohl die Module in Ordnung sind.

Manchmal kann Windows Memory Diagnostic die betreffende fehlerhafte Speicherkomponente finden. Falls jedoch das betreffende fehlerhafte Speichermodul nicht gefunden werden kann, können Sie mit den in diesem Handbuch beschriebenen Prozeduren fehlerhafte Hardwarekomponenten ausfindig machen. Eine Bestätigung, dass Hardware Fehler aufweist, kann nur vom Hardwarehersteller gegeben werden.

Hinweis

  • Nehmen sie zur Kenntnis, dass Windows Memory Diagnostic u. U. Probleme des RAM-Speichers oder anderer Hardware nicht erkennen kann. Wenn Windows Memory Diagnostic keine Fehler meldet, ist dies also kein Beweis dafür, dass die Hardware einwandfrei funktioniert. Wenn Windows Memory Diagnostic keine Fehler meldet, Sie aber wiederholt Fehler bekommen, die durch fehlerhafte Hardware verursacht worden sind, sollten Sie eine ausführliche Problembehandlung mithilfe von technischer Unterstützung durchführen.

Speichertests

Windows Memory Diagnostic beinhaltet eine umfassende Auswahl an Speichertests mit unterschiedlichen Graden an Testtiefe. Die Test sind in drei vordefinierten Testsuites organisiert: einfach, Standard und erweitert. Diese Kategorien geben in aufsteigender Reihenfolge wieder, wie lange die Tests dauern und wie wahrscheinlich es ist, dass Fehler entdeckt werden. Die Standardtestsuite umfasst alle Tests der Kategorien einfach und Standard. Die erweiterte Testsuite umfasst neben allen Tests der Standardtestsuite auch die Test der Kategorie \"erweitert\". Die erweiterte Testsuite dauert am längsten und ist die gründlichste.

Jeder Test besteht aus einem Testalgorithmus, der Einstellung, ob der Prozessorcache ein- oder ausgeschaltet ist, und einem Testmuster. Jeder Algorithmus wurde dafür entwickelt, um eine bestimmte Art von Speicherfehler zu identifizieren. Die Algorithmen werden mit verschiedenen Prozessorcacheeinstellungen und Testmustern kombiniert, um unterschiedliche Fehlerarten zu identifizieren.

Speicherfehlerarten

Die Test von Windows Memory Diagnostic sollen die folgenden Arten von Speicherfehlern identifizieren:

  • Fehler, der auftritt, wenn Speicheradressen ihnen zugeordnete Werte nicht beibehalten
  • Fehler, der auftritt, wenn eine Speicheradresse dadurch geändert wird, dass andere Adressen auf demselben Speicherstein schreiben (sog. \"Kopplungsfehler\").

Windows Memory Diagnostic schreibt Testmuster aus Nullen und Einsen an die Speicheradresse und liest dann dort gespeicherten Wert, um festzustellen, ob die Adresse den zugewiesenen Wert behält oder nicht. Wenn der eigentlich Wert nicht mit dem erwarteten Wert (also dem an die Adresse geschriebenen Testmuster) übereinstimmt, ist dies ein Fehler im Speichersystem. Um Kopplungsfehler festzustellen, wird ein Testmuster an die Speicheradresse geschrieben. Dann werden andere Speicheradressen auf dem gleichen Modul beschrieben. Am Schluss wird die erste Speicheradresse überprüft, ob sie sich geändert hat. Wenn sich der Wert an der ersten Speicheradresse dadurch geändert hat, dass an eine andere Adresse desselben Bausteins geschrieben wurde, ist dies ein Kopplungsfehler, also ein Fehler im Speichersystem.



Beispiellaufzeiten

In dieser Tabelle sind die Zeiten aufgelistet, wielange ein Testlauf von Windows Memory Diagnostic mit der Standardtestsuite dauert.

Konfiguration Zeit, die zum Beenden eines Standardtestlaufes benötigt wird
Pentium II, 233 MHz
128 MB RAM
8 Minuten, 32 Sekunden
Pentium III, 1 GHz
256 MB RAM
5 Minuten
Pentium 4, 2.8 GHz
1 GB RAM
7 Minuten, 25 Sekunden
Athlon XP 2000+, 1.67 GHz
400 MB RAM
4 Minuten, 30 Sekunden


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Glossar

Prozessorcache

Cache ist ein temporäres Speicherungssystem zur Leistungsverbesserung durch schnellen Datenzugriff. In diesem Dokument wird mit Cache genau der Teil des Mikroprozessors bezeichnet, der zum Halten von Daten verwendet wird, die aus Speichermodulen empfangen werden. Falls der Prozessor auf Speicher zugreifen muss, der sich bereits im Cache befindet, kann dies geschehen, ohne ein langsamerer Zugriff auf die Speichermodule stattfinden muss. Art und Umfang des Caches hängen vom Prozessor ab. In Windows Memory Diagnostic werden einige Diagnosen ausgeführt, bei den der Cache deaktiviert ist, um Zugriff auf alle Adressen der Speichermodule zu erzwingen.

Speichermodule

Ein kleines Schaltboard, das mehrere Speicherchips enthält. Speichermodule sind auf dem Hauptschaltkreis eines PCs (sog. "Motherboard") untergebracht. Speichermodule sind herausnehmbar. Viele Motherboards haben zwei bis vier Speicherbänke, in denen Speichermodule installiert werden können.


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